#99: Rekord-Wert? Von der Notwendigkeit, einzuordnen

February 23
1h 28m

Episode Description

Alle Jahre wieder werden steigende Zahlen bejubelt, wenn der DFB seinen Saison-Report veröffentlicht. Natürlich sind größere Investitionen in den Fußball der Frauen zu begrüßen, aber wo bleibt die Einordnung? Die Abhängigkeit vom Fußball der Männer steigt, was ein Abstieg beispielsweise in Wolfsburg bedeuten würde, bleibt offen – und noch immer können zu wenige Fußballerinnen von ihrem Sport leben. Das hat die Gewerkschaft FIFPRO auch international erhoben.

Wir sprechen außerdem über Wolfgang Frank, der am 21. Februar 75 Jahre alt geworden wäre, schauen auf die internationalen Wettbewerbe der Frauen und podcasten just während der VfL Wolfsburg auch offiziell den Abschied von Ralf Kellermann am Ende der Saison bekanntgibt. Außerdem erfreuen wir uns an nun schon 99 (!) Folgen „Becker & Pfeiffer“ – wenn ihr Lust habt, erzählt uns gerne eure persönliche Geschichte mit unserem Podcast. Der Kackspecht fliegt dieses Mal nach Frankreich, wo die empörende Beleidigung einer Schiedsrichterin zumindest teilweise Konsequenzen hat. Wie immer fehlt aber der Blick aufs große Ganze, in diesem Fall eine offenbar problematische Kultur beim AS Saint-Étienne.

Wenn euch das möglich ist, freuen wir uns, wenn ihr unseren Podcast und die Bolztribüne einmalig oder regelmäßig per Dauerauftrag unterstützt. So können wir hoffentlich immer mehr Zeit in unsere Herzensprojekte stecken. Die Unterstützung ist jetzt einfacher als früher, denn wir sind nun eine Marke und eine GbR und haben ein Geschäftskonto:
Kontodaten
Bolztribüne: Annika Becker und Mara Pfeiffer GbR
FYRST Bank (Postbank)
IBAN: DE 9450 8703 9300 7436 0900
BIC: DEUTDEFFXXX

Außerdem macht ihr uns immer eine Freude mit eurem Feedback. Und wenn euch die Sendung gefällt, hinterlasst uns doch eine Rezension und Sterne auf der Plattform eures Vertrauens. Wir hören uns.

Becker & Pfeiffer

Bluesky

Mastodon

Shownotes/Links/Quellen Transkription der Episode anzeigen

0:00:20–0:00:25 Hallo und herzlich willkommen zu Becker und Pfeiffer Folge 99. 0:00:25–0:00:29 Ja, das ist richtig, Folge 99. 0:00:29–0:00:31 Hallo, liebe Mara. 0:00:31–0:00:33 Hallo liebe Annika. 0:00:33–0:00:44 Ich habe ja neulich festgestellt, wenn wir einmal weniger irgendwo Pause gemacht hätten,dann wäre die Folge 99 am neunten dritten erschienen. 0:00:44–0:00:51 Aber so wird es dann halt das famose Datum für unsere hundertste Folge. 0:00:52–0:00:56 Andere Leute feiern ja die hundertste Folge, das tun wir dann natürlich auch. 0:00:56–0:00:59 Aber wir feiern schon auch die 99 ein bisschen, oder? 0:00:59–0:01:05 So wie wir es jedes Mal feiern, wenn jemand uns einen Dauerauftrag nicht über 10 Euro,sondern über 9,99 Euro macht. 0:01:06–0:01:12 Ach ja, nein, sehr schön. 0:01:12–0:01:19 ja, wir haben uns vorgenommen, wir zählen jetzt 99 wunderbare Vögel auf in dieser Folge. 0:01:19–0:01:21 Genau. 0:01:21–0:01:28 Leider kann man ja nicht mehr singen 99 Luftballons, weil sich Nena auch irgendwo hinverabschiedet hat, wo wir nicht folgen möchten. 0:01:30–0:01:32 Aber genau, 99 Vögel, ich fang an. 0:01:33–0:01:34 Kohlmeise. 0:01:38–0:01:41 Nein, wir sind schon ein bisschen glücklich. 0:01:41–0:01:47 Also 99 Folgen in drei Jahren, das ist schon nicht so schlecht. 0:01:48–0:01:56 Ja, ich finde auch, da dürfen wir uns durchaus auch mal ein bisschen selbst auf dieSchulter klopfen, dass wir das so hinbekommen haben. 0:01:56–0:02:06 In der ganzen Zeit ist ja auch sehr, sehr viel passiert, also einmal in der Fußballwelt,aber dann auch irgendwie so in unserem jeweiligen Leben und der Podcast war dann so eine 0:02:06–0:02:12 von den Konstanten, die es dann so in unserer Zweierkonstellation hier gab. 0:02:12–0:02:14 Und ich habe 0:02:14–0:02:21 ein paar Wochen tatsächlich irgendwie mir den Spaß gemacht, so in eine unserer erstenFolgen nochmal reinzuhören. 0:02:21–0:02:29 ich glaube, man darf das sagen, wir sind dann so doch auch sehr gewachsen dann nochmalinnerhalb dieser Zeit. 0:02:29–0:02:31 War das am Anfang nicht gut oder was? 0:02:34–0:02:44 Ja, also ich finde es auch sehr schön und ich hoffe, dass wir noch viele, viele, vieleweitere Jahre Becker und Pfeiffer vor uns haben. 0:02:44–0:02:48 Und wir hatten auch überlegt, eigentlich hätten wir gerne die 99. 0:02:48–0:02:53 Folge ein bisschen größer begangen mit Schabernack und so weiter. 0:02:53–0:02:58 Leider ist aktuell immer noch nicht die Zeit für Schabernack, weil 0:02:58–0:03:00 zu viele andere Dinge passieren. 0:03:00–0:03:06 Das Leben reißt ein paar Baustellen zu viel auf, noch Schabernack hinzuzufügen. 0:03:06–0:03:08 Aber wir werden das irgendwann nachholen. 0:03:08–0:03:12 Wir überlegen uns das für eine Folge, die wir jetzt noch nicht verraten. 0:03:12–0:03:21 Nicht, dass wir es am Ende so machen wie den Newsletter, den wir schon angekündigt haben,immer noch nicht umgesetzt haben, was ebenfalls mit den Baustellen zu tun hat und in einem 0:03:22–0:03:25 in einer tiefer liegenden Schublade unseres Gehirns auch nach wie vor liegt. 0:03:25–0:03:29 Also wir haben das weiterhin vor, es wird nur noch ein bisschen dauern. 0:03:29–0:03:37 Genau, aber irgendwann, wenn ihr nicht damit rechnet, werdet ihr mit einer Jubiläumsfolgebeglückt. 0:03:37–0:03:48 Und die nächste und hundertste Folge, auch das haben wir ja schon angekündigt, wird aucheine sehr, sehr, sehr, sehr coole mit zwei wundervollen Gäst*innen und die wird dann auch, 0:03:48–0:03:50 bevor sie ausgestrahlt wird, 0:03:50–0:04:01 live zu sehen und zu hören sein bei der Veranstaltung im Rahmen des famosen Ready SetCoach Programms, die am 7. 0:04:01–0:04:03 März in Berlin steigt. 0:04:03–0:04:04 Yes. 0:04:05–0:04:17 Aber dann gehen wir doch vielleicht mal ohne weiteres Vorgeplänkel in unsere Fußballwoche,die ja auch immer so bisschen Vorgeplänkel vor den eigentlichen Themen ist. 0:04:17–0:04:26 Und bei den Themen wollen wir dann mal ganz überraschend heute auf Wolfgang Frank schauenund warum, verraten wir euch gleich. 0:04:26–0:04:34 Und außerdem auf den DFB Saisonrekord und darüber hinaus auch noch ein bisschen über dasEinkommen von Fußballerinnen. 0:04:34–0:04:41 da gibt es Zahlen, die sind zwar schon zwei Monate etwa alt, aber da wollen wir euch auchnoch bisschen was dazu vorstellen. 0:04:41–0:04:47 Aber Annika, verrate doch gerne erstmal, was du so über deine Fußballwoche erzählenmöchtest. 0:04:48–0:04:59 Ja, ich hab jetzt so verteilt zuletzt ein bisschen mehr geguckt als so in den ganzenWochen davor, also Fußball der Frauen, aber durchaus auch ein bisschen was so im Fußball 0:04:59–0:05:01 der Männer. 0:05:01–0:05:07 Aber ja, also emotional am engsten mit dabei war ich natürlich wieder bei der SGS Essen. 0:05:07–0:05:14 Da gab es am vorletzten Wochenende ja das Spiel gegen den VfL Wolfsburg, wo 0:05:14–0:05:24 Ja, glaube ich, einfach alle damit gerechnet haben, dass das wieder so eine riesigeKlatsche wird, wie das zuletzt häufig der Fall war, wo man dann ja manchmal schon froh 0:05:24–0:05:29 war, wenn es dann irgendwie so mal irgendwie nur ein 2 zu 1 war als Niederlage. 0:05:29–0:05:34 Und jetzt haben sie überraschend 1 zu 1 unentschieden gegen Wolfsburg gespielt. 0:05:34–0:05:49 Und ja, ein Tor von Ella Touon, die hat ja schon mal eine ganze Weile für die SGS Essengespielt und ist dann weggewechselt und inzwischen ist sie jetzt gerade eigentlich beim 1. 0:05:49–0:05:53 FC Köln unter Vertrag und ist jetzt aber bis zum Ende der Saison ausgeliehen. 0:05:53–0:05:58 Und ja, die hat halt in ihrer ersten Zeit hier häufig auf der 0:05:58–0:06:11 Position als linke Außenverteidigerin gespielt jetzt gerade, ist sie rechts hinteneingesetzt und sie hatte vorher wirklich fast gar keine Spielpraxis, deswegen so, ich fand 0:06:11–0:06:20 es damals sehr schade, dass sie gegangen ist und ich habe jetzt aber wegen der vielenSpielpraxis gedacht, ah, ob das jetzt irgendwie sofort dann so was ist, weiß ich gar 0:06:20–0:06:26 nicht, aber die hat da also reingebuttert direkt in diesem Spiel gegen Wolfsburg. 0:06:26–0:06:31 Das fand ich dann, also gemessen daran, gegen wen es da auch ging, schon ziemlich krass. 0:06:31–0:06:39 Und ja, dann eben auch dieses entscheidende Tor gemacht, ein wunderschönes noch dazu, dasdann zu diesem Unentschieden geführt hat. 0:06:39–0:06:50 Das hat sich dann ja in dem Moment erstmal so gefühlt wie wow, krass, das ist jetzt hierso voll der Icebreaker und es gibt denen bestimmt viel Selbstbewusstsein und das hilft in 0:06:50–0:06:55 der Tabelle, weil man dann nämlich dadurch für den Moment vor dem HSV stand. 0:06:55–0:06:56 Hmm. 0:06:56–0:07:11 Das Blöde war nur aus Essener Sicht, dass der HSV dann am selben Tag, dann noch gegenHoffenheim gespielt hat und überraschend gegen Hoffenheim 4 zu 0 gewonnen hat, wo sich 0:07:11–0:07:14 auch wirklich alle gefragt haben, was da eigentlich mit der TSG los war. 0:07:14–0:07:16 Das war eine ganz merkwürdige Leistung. 0:07:17–0:07:26 Für den HSV dann in der Situation natürlich auch sehr cool, weil sie dann auch das nochviel größere überraschende Erfolgserlebnis hatten und dann in der Tabelle sich natürlich 0:07:26–0:07:28 wieder nach vorne geschoben haben. 0:07:28–0:07:30 Ja. 0:07:30–0:07:42 Und so war dann jetzt die Ausgangslage vor dem letzten Wochenende des Essen eigentlichgegen Leipzig schon ziemlich unter Druck stand, weil man eben drei Punkte Rückstand auf 0:07:42–0:07:44 Hamburg hatte. 0:07:44–0:07:46 Die haben jetzt nämlich am Wochenende im Nordderby 0:07:46–0:07:50 gegen Bremen auch ein 1 zu 1 geholt, also wieder gepunktet. 0:07:51–0:07:55 Jena ist für den Moment mal weg, haben 1 zu 5 gegen Nürnberg verloren. 0:07:56–0:08:05 Und dann war jetzt eben dieses Spiel gegen Leipzig, da ist Essen erst mal ganz, ganz frühdurch Ramona Maier in der zweiten Minute mit 1 zu 0 in Führung gegangen. 0:08:05–0:08:08 Dann haben die Leipzigerinnen das aber gedreht, das war ... 0:08:08–0:08:11 Ja, es gab sehr viele Fouls in dem Spiel. 0:08:11–0:08:19 Auch teilweise, also richtig harte Fouls auch fand ich, so gemessen an dem, was man sonstso sieht. 0:08:19–0:08:25 Wo es auch irgendwie, meiner Meinung nach, ein paar Gelbe Karten mehr durchaus noch hättegeben können. 0:08:25–0:08:32 Also klar, ich bin da biased, aber so wie die Leipzigerinnen teilweise da reingestiegensind, das fand ich nicht in Ordnung und ... 0:08:32–0:08:41 Dass dann Trainer Jonas Stephan dann da auch in seiner Coachingzone oder außerhalb seinerCoachingzone, besser gesagt, jedes Mal dann immer noch so rumgemeckert hat, fand ich dann 0:08:41–0:08:45 irgendwie auch nicht angemessen dessen, was da passiert ist. 0:08:45–0:08:47 Ja, und dann ging das irgendwie so dahin. 0:08:47–0:08:57 Eigentlich, also man hat gesehen so, die Essenerinnen, die bemühen sich halt irgendwienoch den Ausgleich, aber eigentlich hat sich das für mich nicht so angefühlt, als wenn da 0:08:57–0:09:01 noch was passiert, weil das meiste nicht so super gefährlich war. 0:09:01–0:09:02 Es gab dann 0:09:02–0:09:10 Die Einwechslung von Laura Pucks, die eigentlich eine Innenverteidigerin ist und jetzt inden letzten Wochen aber schon vermehrt in so einer offensiven Rolle für die letzten 0:09:10–0:09:12 Minuten eingewechselt wurde. 0:09:13–0:09:22 Ja, also sie ist halt groß und Kopfballstark, sie ist aber nicht besonders schnell und sodie Pässe, sag ich mal, sind mal so, mal so. 0:09:22–0:09:32 Ich, in meinem Kopf finde das immer so bisschen lustig, weil ich dann immer an dieseGeschichte mit Sarina Wiegman und Millie Bright bei der EM 2022 zurückdenken muss und wie 0:09:32–0:09:41 viele Innenverteidigerinnen danach darunter gelitten haben, dass Trainer und Trainerinnendachten, das probiere ich jetzt auch mal mit Spielerinnen, die vielleicht gar nicht 0:09:41–0:09:44 unbedingt in diese Rolle reinpassen. 0:09:44–0:09:45 Ja, und dann… 0:09:45–0:09:56 aber diese Nachspielzeit, die war sechs Minuten lang, es war Nieselregen, es gab einenFreistoß aus einer eigentlich absolut ungefährlichen Position und dieser Ball segelte dann 0:09:56–0:09:59 halt irgendwie so in den Strafraum und... 0:09:59–0:10:07 Ich konnte gar nicht so genau erkennen, ob jetzt dann am Ende Pucks wirklich dran war oderob Torhüterin Elvira Herzog sich den irgendwie so halb selbst reingefaustet hat. 0:10:07–0:10:13 Aber auf jeden Fall war entscheidend, dass Pucks halt vorne mit in diesem Gewühl drin warund zu dem Ball hochgesprungen ist. 0:10:13–0:10:15 Und es gab dann noch den Ausgleich. 0:10:15–0:10:18 Das war schon ziemlich cool. 0:10:18–0:10:22 Ja, so an der Tabellensituation, Abstiegsplatz ändert das jetzt erst mal nichts. 0:10:22–0:10:25 Aber es sind jetzt drei Unentschieden hintereinander. 0:10:25–0:10:34 Auf jeden Fall, ja, ist es jetzt erst mal eine bessere, bessere Serie als dieseNiederlagenserie die ganze Zeit. 0:10:35–0:10:43 ja, wenn man sich jetzt so den Spielplan vom HSV und von Essen anguckt, dann wird es daWochen geben, wo Hamburg, wenn das passiert, womit man rechnet, wahrscheinlich mal ein 0:10:43–0:10:44 bisschen wegzieht. 0:10:44–0:10:50 Aber es wird auch Wochen geben, wo die Essenerinnen vielleicht dann auch wieder aufholenkönnen und 0:10:50–0:10:59 Ja, also wenn da nicht eines von beiden Teams irgendwie einen komischen Einbruch hat odereine ganz krasse Serie startet, dann wird es, glaube ich, entgegen dem, was ich in der 0:10:59–0:11:04 letzten Sendung noch gesagt habe, ziemlich spannend werden, bis zum Ende. 0:11:04–0:11:09 Also ja, muss man echt mal abwarten, was da noch so kommt. 0:11:09–0:11:14 Auf jeden Fall merkt man, finde ich, ja, dass jetzt so durch diese Punkte 0:11:15–0:11:21 Also ein ganz anderes Selbstbewusstsein bei den Spielerinnen da ist, das sagt TrainerinHeleen Jaques ja auch. 0:11:21–0:11:33 Und ich finde, so immer, wenn die beiden gezeigt werden, ich war jetzt diesmal nicht imStadion, sondern hab von zu Hause geguckt, Jessica Wissmann und Heleen Jaques, so das 0:11:33–0:11:40 scheint so ganz gut zu harmonieren, wie die beiden miteinander umgehen und ja, dass dannJessica Wiesmann ... 0:11:40–0:11:49 vielleicht auch so bisschen für die Diskussionen am Spielfeldrand zuständig ist, währenddie andere dann ihre taktischen Anweisungen gibt, so. 0:11:49–0:11:51 Wir drücken auf jeden Fall alle die Daumen. 0:11:51–0:11:54 Es ein bisschen schade, dass es gegen den HSV geht. 0:11:54–0:12:00 Die HSV Frauen nach allem, was im Verein ja in der Vergangenheit da auch vergeigt wurde. 0:12:00–0:12:06 Das läuft ja eigentlich auch nicht so schlecht und vor allen Dingen auch vomPublikumszuspruch. 0:12:06–0:12:14 allein hier so podcastherzenmäßig sind wir natürlich alle Essenerinnen, ist ja klar. 0:12:14–0:12:17 Ja, aber wie war es denn bei dir? 0:12:18–0:12:21 Ach, relativ unspektakulär, ehrlich gesagt. 0:12:21–0:12:35 Mainz hatte ja zuletzt das Spiel gegen Dortmund so super bitter und eindeutig verloren,weil sie offensichtlich das Standard-Verteidigen irgendwie komplett eingestellt haben. 0:12:35–0:12:41 Und dann war jetzt am Freitag das Abendspiel gegen den HSV. 0:12:41–0:12:47 Ich habe das ja neulich schon mal gesagt, dass ich momentan nicht so viel im Stadion binaus unterschiedlichen Gründen. 0:12:48–0:12:55 Und das Spiel gegen den HSV hat für mich eine sehr hohe Emotionalität. 0:12:55–0:13:00 Und ich hatte dann eigentlich vor, doch hinzugehen, aber es ging dann einfach irgendwienicht. 0:13:00–0:13:12 Und ich hab ja oft die Kids im Wechsel von meiner besten Freundin dabei und die Kleene undich haben das dann zusammen im Bett geguckt mit einer Schüssel Pommes auf den 0:13:12–0:13:13 Oberschenkeln. 0:13:13–0:13:15 Das war ganz okay. 0:13:15–0:13:16 Ja, auf jeden Fall. 0:13:16–0:13:24 Ich habe ihr aber gesagt, dass es ganz wichtig ist, dass sie weiß, dass das eigentlichnicht in Ordnung ist, dass man Heimspiele nicht im Stadion guckt, dass das jetzt eine 0:13:24–0:13:26 Ausnahmesituation ist. 0:13:26–0:13:30 Und ich sie dann nächste Saison auch wieder bei schlechtem Wetter ins Stadion schreuchenwerde. 0:13:30–0:13:33 Sie meint, ja, okay, alles klar. 0:13:33–0:13:36 Nein, das war auf jeden Fall gut. 0:13:36–0:13:43 Das Spiel hat mich total geärgert, ehrlicherweise, weil, ja, es ... 0:13:43–0:13:52 Wir haben es ja so untereinander schon ein bisschen davon gehabt, dass es so lustig, dasssich immer so aufgeregt wird über die Schiri-Leistungen bei den Frauen, wenn man sich 0:13:52–0:13:57 anguckt, was also für Schiri-Leistungen teilweise bei den Männern abgeliefert werden. 0:13:57–0:14:02 Und in dem Spiel war es einfach also eine totale Katastrophe. 0:14:02–0:14:08 Davon haben Wechselseite, also wechselseitig beide Teams in unterschiedlichen. 0:14:09–0:14:14 Situationen profitiert, also weil Silas hätte man sicherlich sehr gut Gelb-Rot gebenkönnen, das hat er nicht bekommen. 0:14:14–0:14:22 Bei Dominic Kohr weiß ich nicht, bin ich ehrlich gesagt bei Urs Fischer, also da gab eseinen Moment, wo man ihm theoretisch hätte Gelb-Rot geben können, also das wäre eine 0:14:22–0:14:28 verdiente Gelbe Karte gewesen, aber die erste Gelbe war eigentlich so, naja. 0:14:28–0:14:32 Von daher gesehen, also gehe ich da eigentlich nicht so mit. 0:14:32–0:14:38 Eine Rote hätte es an einer Stelle auch noch theoretisch geben können und was aber dannalso wirklich 0:14:39–0:14:40 einfach total wild war. 0:14:40–0:14:49 Das, finde ich, sieht man in den Fernsehbildern ja gar nicht so, aber ich verstehe haltnicht, wie der Schiri auf dem Feld das nicht sehen kann, ist, dass es einen Freistoß gab 0:14:49–0:15:00 für den HSV und in der Mauer der Mainzer stand halt einfach ein HSV-Spieler und der musshalt einen Meter Abstand zur Mauer halten. 0:15:00–0:15:07 Das ist eine Szene, haben sie hinterher dann auch wieder wortreich erklärt, warum der VARnicht eingreift, wo ich mir so denke... 0:15:07–0:15:10 Wie kann es sein, dass das festgelegt ist, dass der VAR da nicht eingreift? 0:15:10–0:15:17 Also das ist halt ein Fehler, eine nicht korrekte Handlung bei der Torentstehung. 0:15:17–0:15:22 Also alle anderen Sachen bei der Torentstehung werden ja auch durch den VAR geprüft. 0:15:22–0:15:27 Also auch irgendwie drei Minuten vorher Handspiel, Foul oder weiß ich nicht was. 0:15:27–0:15:31 Und also dieser Freistoß wäre nicht noch ein zweites Mal reingegangen. 0:15:31–0:15:42 Aber okay, also man hätte sowieso durch die Ergebnisse vom letzten Wochenende schon nichtdie Gelegenheit gehabt, den HSV zu überholen mit einem Sieg, aber man wäre halt zumindest 0:15:42–0:15:44 auf einen Punkt rangekommen. 0:15:44–0:15:53 Insgesamt ist es natürlich trotzdem so, dass sich die 05er in den letzten Wochen, alsoseit dem Trainerwechsel in der Tabelle und auch auf dem Feld, schon eine ganze Ecke 0:15:53–0:15:56 verbessert haben, aber das war nervig. 0:15:56–0:15:59 Also ich hätte das Spiel persönlich sehr gerne gewonnen. 0:15:59–0:16:03 Und es wäre auch gut gewesen für den Verein, wenn man es gewonnen hätte. 0:16:03–0:16:08 Und ja, also das mit der Schiri-Leistung, mit der nicht vorhandenen, das ist einfachärgerlich, finde ich. 0:16:08–0:16:15 Und ich habe auch einfach das Gefühl, je länger der VAR existiert, umso ... 0:16:15–0:16:25 ja, schon schlechter wird die Leistung der Schiris auf dem Feld, weil man immer das Gefühlhat, es gibt ja noch eine Instanz, die mich darauf hinweist, wenn irgendwas nicht okay 0:16:25–0:16:25 ist. 0:16:25–0:16:26 ja... 0:16:26–0:16:33 Aber das gilt ja halt nicht für alle Situationen, das ist dann wiederum die Problematikund ja, also... 0:16:33–0:16:40 Ich empfinde das gerade als sehr, krass, weil ich ja jetzt wirklich auch nur so vereinzeltSpiele gucke. 0:16:40–0:16:49 Und natürlich ist dann auch immer die Frage, ob man dann ein Spiel erwischt, wo es dannausgerechnet, also das ausgerechnet besonders schlecht geleitet wird oder wo besonders 0:16:49–0:16:51 viele Fehler passieren, was in dem Fall so war. 0:16:51–0:16:54 Ich habe da nämlich auch mit reingeguckt. 0:16:54–0:17:00 Aber auch so, wenn ich jetzt zum Beispiel so von den Schalke-Männern Spiele mir anschaueoder… 0:17:00–0:17:09 manchmal einfach so was mitbekomme, was irgendwie so nebenher läuft und ich setze mich malein paar Minuten dazu oder dann sehe ich halt, was diskutiert wird an irgendwelchen 0:17:09–0:17:13 Elfmeterentscheidungen alleine in den letzten Wochen. 0:17:13–0:17:18 Das hat sich schon, finde ich, auch sehr, sehr verschärft und ist einfach sehr krassgeworden. 0:17:18–0:17:28 Und was ist ja vorhin schon angerissen, mich ärgert das dann auch, wenn dann halt so überdie Bundesliga der Frauen so gesagt wird. 0:17:28–0:17:34 Also, dass dann so herausgenommen wird, als wie schlecht da dieSchiedsrichterinnenleistungen sind. 0:17:34–0:17:39 Ich finde, es ist keine Frage, dass man über die diskutieren muss und dass da Sachen auchnicht gut laufen. 0:17:39–0:17:44 Aber es ist halt, finde ich, einfach ein Gesamtproblem von allen Schiedsrichter*innen dannso. 0:17:44–0:17:49 Also, dass da ja offenbar irgendwie Dinge nicht so gut laufen, wie sie irgendwie könnten. 0:17:50–0:17:53 Ja, das ist auf jeden Fall so. 0:17:53–0:18:02 Genau, und die 05 Frauen, haben dann am Sonntag ihr Spiel gewonnen. 0:18:02–0:18:03 Das war sehr schön. 0:18:03–0:18:07 Die hatten zuletzt ja ein bisschen eine schwierige Phase eigentlich. 0:18:07–0:18:13 Also seit das letzte Spiel vor Weihnachten war ja schon das erste Spiel der Rückrunde. 0:18:13–0:18:18 Haben auch vor allen Dingen einfach keine Tore mehr geschossen, was immer schwierig ist,wenn man punkten möchte. 0:18:18–0:18:20 Und haben sich jetzt aber 0:18:20–0:18:27 zurückgemeldet und das hat man ihnen auch angemerkt, also dass das dann auch so eineemotionale Last genommen hat. 0:18:27–0:18:29 Das war sehr schön wiederum. 0:18:29–0:18:30 Ja. 0:18:31–0:18:36 Genau, dann würde ich sagen, wir gehen mal in die Themen der Woche, oder? 0:18:36–0:18:37 Ja, das machen wir. 0:18:37–0:18:48 Und du hast es ja schon angerissen, dass wir nochmal über Wolfgang Frank sprechen und soein bisschen auch über das Buch, das du da geschrieben hast. 0:18:48–0:18:52 Und verrat uns doch mal, was der Anlass dafür ist. 0:18:53–0:18:56 Genau, wir haben am Wochenende uns ein bisschen darüber ausgetauscht. 0:18:56–0:18:59 Wolfgang Frank wäre am 21. 0:18:59–0:19:05 Februar 75 geworden, ist ja leider schon 2013 gestorben. 0:19:05–0:19:15 ja, ist bei der, also erstens mal ist es tatsächlich so, ich bin ja eh eine Person, dieeine sehr enge Verbindung mit so Jahrestagen hat und 0:19:16–0:19:28 Genau dadurch, dass ich bei der Entstehung des Buches ja viel zu tun hatte mit seinenSöhnen und wir uns natürlich eben viel über seinen beruflichen Werdegang, aber eben auch 0:19:28–0:19:39 so über dieses, wie das ist, den Vater zu verlieren, ausgetauscht haben, ist das einfachein Datum, ich dann, ja, womit es auch immer sehr bewusst ist, einfach. 0:19:39–0:19:44 Also ähnlich wie Todestage und Geburtstage von meinem eigenen Vater. 0:19:45–0:19:48 Genau, und der 75. 0:19:49–0:20:00 Geburtstag war jetzt dann auch wieder ein Anlass dafür, dass an der einen oder anderenStelle ein Text über ihn erscheint, wobei ich das Gefühl habe, das sind dann oft Texte, 0:20:00–0:20:07 die halt einfach zu jedem runden und halbrunden Geburtstag oder Todestag oder so wiederhochgezogen werden. 0:20:07–0:20:12 Und was mir da halt immer sehr stark auffällt, 0:20:12–0:20:20 Ja, ist, dass man ihn schon extrem verkürzt auf die Verbindung mit Jürgen Klopp. 0:20:20–0:20:26 Und das ist, glaub ich, erst mal ein total nachvollziehbares Phänomen. 0:20:26–0:20:33 Das ist was, was ich ganz sicher auch anfänglich getan habe. 0:20:33–0:20:42 Aber ich würde mir halt für ihn immer wünschen, also für Wolfgang Frank auch nach seinemTod über seinen Tod hinaus, dass ... 0:20:42–0:20:51 mehr als das von ihm bleibt und das war ja ehrlicherweise auch der Grund, warum ich dasBuch geschrieben habe. 0:20:51–0:21:01 Ich habe damals vorher für den ballesterer einen Artikel geschrieben, die Nicole Selmerhatte mich gefragt, ob ich das nicht mal machen könnte, weil er ja auch genau zwischen den 0:21:01–0:21:10 beiden Phasen, die er Mainz 05 hatte, eine Station in Österreich hatte, wo der ballestererja erscheint und genau. 0:21:11–0:21:23 Dafür habe ich damals das erste Mal mit dem Basti Frank, mit dem älteren Sohn, Und der hatnach dem Artikel, der sich dann eben genau mit diesen beiden Mainzer Phasen vor und nach 0:21:23–0:21:36 der Zeit in Österreich beschäftigt hat, auch genau das gesagt, dass halt der Blick aufseinen Vater immer total verengt ist auf diese Zeit mit Jürgen Klopp. 0:21:36–0:21:36 genau. 0:21:36–0:21:37 Und 0:21:38–0:21:44 Was daran ja einerseits interessant ist, ist, dass Wolfgang Frank ein wahnsinnig guterFußballer war. 0:21:44–0:21:46 Und darüber wird irgendwie überhaupt nicht gesprochen. 0:21:46–0:21:52 ist so, als hätte der halt irgendwann angefangen, als Trainer zu arbeiten, aber gar nicht. 0:21:52–0:22:00 Ja, Geschichte eben, es wird gar nicht die Geschichte erzählt, die er als Fußballergeschrieben hat, obwohl das halt auch alles sehr spannend ist. 0:22:00–0:22:01 Und 0:22:02–0:22:11 Die Zeit als Fußballer und auch die Zeit dann als Spielertrainer in der Schweiz haben jasehr stark ihn wiederum geprägt. 0:22:11–0:22:20 er hat ja, er war ja total wissbegierig und hat sehr viel so aufgenommen und hatte großeVorbilder. 0:22:20–0:22:23 Und auch das fehlt dann irgendwie so. 0:22:23–0:22:29 Also es fehlen irgendwie so die Wurzeln in der Erzählung, aber es fehlt halt auch allesdas. 0:22:29–0:22:33 was nach der Mainzer Zeit kam und das ging halt noch eine ganze Zeit weiter. 0:22:33–0:22:46 Und ich hab da manchmal hier in Mainz richtig Diskussionen mit Leuten, weil die dannsagen, ja, aber für Mainz 05 hat Wolfgang Frank halt auch ganz besonders was bedeutet und 0:22:46–0:22:48 das war bei den anderen Vereinen nicht so. 0:22:48–0:22:50 Und das stimmt halt nicht. 0:22:50–0:22:53 Weil ich hab damals für das Buch ja mit 0:22:53–0:22:59 sehr, sehr vielen Leuten gesprochen, also tatsächlich mit über 80, was ich im Nachhineintotal will. 0:23:00–0:23:12 Ich habe also über 80 Gespräche geführt mit unterschiedlichen Personen, die entweder seineTrainer waren oder seine Mitspieler oder dann später seine Spieler. 0:23:13–0:23:22 Und es gibt keinen Verein und keinen Ort, den Wolfgang Franks so verlassen hat, wie er ihnvorgefunden hat. 0:23:22–0:23:34 Er hat wirklich einfach auch durch die Art und Weise, wie er als Mensch war und wie er mitseinen Spielern umgegangen ist, jeden Raum, in dem er sich länger aufgehalten hat, 0:23:34–0:23:36 verändert. 0:23:36–0:23:39 Und ich finde das sehr bemerkenswert. 0:23:39–0:23:46 Und ich finde das schade, dass darauf nicht mehr geschaut wird, wenn an ihn erinnert wird,weil... 0:23:47–0:23:55 Der Fußball insgesamt wäre anders, wenn es mehr Menschen gäbe, die so wären. 0:23:55–0:24:02 Und das soll nicht heißen, dass es nicht auch Leute gab, die mit Wolfgang Frank nichtklargekommen sind und die gesagt haben, das ist mir irgendwie zu sehr ... 0:24:02–0:24:07 Also, der hatte ja schon auch viele Sachen, die er so gemacht hat. 0:24:07–0:24:08 Erzählen die Söhne auch immer. 0:24:08–0:24:11 Bas, die hat ja auch länger mit ihm zusammengewohnt. 0:24:11–0:24:17 in Mainz, wie er dann morgens vorm Spiegel stand und seine Sprachübungen gemacht hat undso und sich da irgendwie selber Mut zugesprochen. 0:24:17–0:24:20 Da musste man schon auch, das musste schon auch funktionieren. 0:24:20–0:24:24 Es gab auch Spieler, die gesagt haben, lass mich in Ruhe mit dem Kram. 0:24:24–0:24:27 Aber ja, er hat halt eine ganze Generation geprägt. 0:24:27–0:24:32 Und natürlich ist Jürgen Klopp derjenige, der halt am erfolgreichsten geworden ist. 0:24:33–0:24:44 Aber auch in Sandro Schwarz oder in Thorsten Lieberknecht oder in Dino Topmöller, der jaauch bei Eintracht Frankfurt lange sehr gute Arbeit geleistet hat, oder, oder, Sind halt 0:24:44–0:24:50 alles Leute, die unter ihm als Spieler waren. 0:24:50–0:25:00 genau, also auch in vielen, anderen Vereinen in unterschiedlichen Positionen, nicht nur inder Trainerposition, gibt es halt eben viele Menschen, ja, die 0:25:00–0:25:04 die sehr davon profitiert haben, dass sie Zeit mit ihm verbracht haben. 0:25:04–0:25:14 Und ich hab immer so bisschen dieses, wenn ich dann so einen 0815 Text über Wolfgang Frankwar ein cooler Trainer und hier ist Jürgen Klopp lese, dann hab ich, denk ich halt so, 0:25:14–0:25:16 pff, okay. 0:25:16–0:25:17 Genau. 0:25:17–0:25:27 Und deswegen haben wir dann, als ich darüber mich mit dir so ausgetauscht habe,beschlossen, wir reden einfach ein paar Minuten im Podcast über Wolfgang Frank. 0:25:27–0:25:40 Ja, also weil ich das ja auch weiß, wie viel dir das bedeutet und wie umsichtig unddakribisch du sehr, lange an diesem Buch gearbeitet hast und ich das auch einfach sehr gut 0:25:40–0:25:45 nachempfinden kann, so dass es eben ja dieses Nachdenken darüber gibt. 0:25:45–0:25:48 Wie erinnern wir uns eigentlich an Personen? 0:25:48–0:25:58 Also einmal auf einer persönlichen Ebene, aber dann auch auf so einer Öffentlichkeitsebeneund eben genau das alles, was du jetzt beschrieben hast, dass es dann oft dieses Phänomen 0:25:58–0:26:08 gibt von, ja, so Zuschreibungen auf das, was man sich rauspickt als das war irgendwie dergrößte Erfolgsmoment oder das ist halt irgendwie so… 0:26:09–0:26:17 ja, die Person, die gar nicht der Mensch selber ist, die dann am Ende irgendwie so dabeirausgekommen ist, sowie so eine Art Produkt und ja, deswegen, 0:26:17–0:26:26 Ja, und also was bei ihm ja auch noch sehr krass ist, finde ich, ist, dass es immer malwieder auch Texte über ihn gibt, wo Leute so reinschreiben, so er ist gescheitert, weil er 0:26:26–0:26:28 es nie als Trainer in die 1. 0:26:28–0:26:30 Liga geschafft hat. 0:26:30–0:26:38 Und ich glaube, ehrlich gesagt, wenn man guckt, wie viele Menschen er stark beeinflussthat und wo die es hingeschafft haben, dann wäre er wahrscheinlich nach seinen eigenen 0:26:38–0:26:41 Maßstäben also überhaupt nicht gescheitert. 0:26:41–0:26:46 Und ich würde auch niemals diesen Begriff in Bezug auf ihn benutzen. 0:26:46–0:26:58 Und ja, ich glaub generell, aber das führt dann natürlich weg von ihm, aber man sieht dasja auch mit den sozialen Medien und so dieses Ganze, wie umgegangen wird mit dem Tod von 0:26:58–0:27:01 Menschen, die eine gewisse Öffentlichkeit halt hatten. 0:27:01–0:27:12 Ich denk mir dann oft, man sollte schon auch mal innehalten und sich überlegen, wasbedeutet der Umgang, den man wählt, für die Hinterbliebenen. 0:27:12–0:27:15 Also ich hatte das beim Schreiben total ... 0:27:15–0:27:18 dass ich eigentlich immer für mich so den Maßstab hatte. 0:27:18–0:27:21 Ich versuche ... 0:27:21–0:27:31 die Akribie und den Respekt der Person entgegenzubringen, von der ich es mir wünschenwürde, dass jemand das machen würde, wenn es mein Vater wäre. 0:27:31–0:27:32 So ist das. 0:27:32–0:27:36 Ja, danke nochmal für diese Einblicke. 0:27:39–0:27:44 Und, das ist unser Raum. 0:27:44–0:27:52 ja, also falls ihr es noch nicht getan habt und uns zuhört, das Buch kann man natürlichnach wie vor erstehen und auch lesen. 0:27:52–0:27:55 Yes, yes. 0:27:55–0:27:58 Dann würde ich sagen, gehen wir mal weiter. 0:28:00–0:28:03 ich bin mir gar nicht sicher, ob es vorhin ein Versprecher war oder ein Wortspiel. 0:28:03–0:28:14 Du hast nicht gesagt DFB Saisonreport, sondern Saison-Rekord. 0:28:14–0:28:20 Ja, also der DFB Saisonreport, jetzt hätte ich es auch fast so gesagt, für die m 0:28:20–0:28:22 sorry, muss jetzt ganz kurz, ganz hart abwürgen. 0:28:22–0:28:26 Ich hab's schon beim letzten Mal gesagt, Annika und ich machen gerade einenTed-Lasso-Rewatch. 0:28:26–0:28:30 Und wir waren gestern bei der Folge mit dem "Shight in knining armour". 0:28:31–0:28:34 Daran muss ich jetzt gerade denken. 0:28:34–0:28:34 Ja. 0:28:34–0:28:39 Der DFB-Saisonreport birgt den einen oder anderen Rekord. 0:28:39–0:28:42 Und darüber spricht Annika jetzt mit euch oder für euch. 0:28:42–0:28:44 Die hat sich da nämlich reingebuddelt. 0:28:45–0:28:58 Ja, also es geht die Spielzeit 24-25, also die letzte Saison der Bundesliga der Frauen mitzwölf Vereinen, so zur Einordnung auch noch ganz wichtig, finde ich. 0:28:58–0:29:02 Und das ist dann ja immer unterteilt in so ganz verschiedene Bereiche. 0:29:02–0:29:10 Wir lassen jetzt das ganze Sportliche mal außen vor und gucken eher auf so diverseFinanzzahlen und Publikumsentwicklung. 0:29:11–0:29:17 Bei den Erträgen ist es so, dass es da eben einen neuen Rekord gibt. 0:29:17–0:29:25 Es sind nämlich erstmals überhaupt über 43 Millionen Euro, ja, Erträge reingekommen. 0:29:25–0:29:33 Das ist eine Steigerung von 36 Prozent zur Vorsaison, da waren es noch 31 Millionen. 0:29:33–0:29:43 Wenn ihr uns da schon in den letzten Jahren drüber reden oder schreiben hören oder sehenhabt, dann wisst ihr, dass das immer Durchschnittswerte sind in diesen Saisonreports, wenn 0:29:43–0:29:45 es dann um die Vereine geht. 0:29:45–0:29:53 Also, dass man nicht genau weiß, bei Wolfsburg oder Bayern war es so und so viel und beiJena oder so war es irgendwie so und so viel. 0:29:53–0:29:58 Also, der durchschnittliche Umsatz pro Club sind 3,6 Millionen Euro gewesen. 0:29:59–0:30:05 kann man sich denken, wenn sich die Gesamterträge gesteigert haben, dass auch das imVorjahr durchschnittlich weniger war. 0:30:05–0:30:12 Und ja, man kann eben daraus jetzt nicht sehen, wie die Abstände zwischen den Vereinensind. 0:30:12–0:30:20 Also es kann sein, dass es bei einzelnen Vereinen irgendwie eben diese Steigerung war,sehr viel mehr, und bei anderen vielleicht gar nicht so oder halt nicht so die genau 0:30:20–0:30:22 gleich große Steigerung. 0:30:22–0:30:24 Das so zur Erklärung noch mal. 0:30:25–0:30:33 Die Gesamterträge haben sich in drei Jahren mehr als verdoppelt dadurch, also das gingimmer weiter nach oben. 0:30:33–0:30:49 Und die Erträge aus den Spielen, Ticketing und so weiter, liegen durchschnittlichinzwischen bei 565.000 Euro pro Club, also etwas mehr über eine halbe Million, was auch 0:30:49–0:30:50 ein neuer Rekord ist. 0:30:50–0:30:53 Es waren in der Saison davor 370.000 Euro noch. 0:30:53–0:30:55 So. 0:30:55–0:31:05 In diese Zahlen fließen dann auch nochmal Reihen, Einnahmen aus der UEFA Women's ChampionsLeague und dem DFB-Pokal, das haben wir jetzt, also ist jetzt aber hier nicht so genau 0:31:05–0:31:08 aufgeführt. 0:31:08–0:31:21 Und ja, das, wenn ihr euch damit näher befasst habt, kennt ihr das auch schon, dass dieRekorde nicht nur auf der Positivseite sind, sondern oft auch auf der Ausgabenseite. 0:31:21–0:31:23 Aufwendung und Ergebnis, 0:31:24–0:31:28 Ja, der Verrechnung mit den Erträgen sehen dann nämlich so aus. 0:31:28–0:31:40 Die Gesamtaufwendungen sind bei knapp 70 Millionen Euro insgesamt, das heißtdurchschnittlich 5,8 Millionen Euro pro Club. 0:31:40–0:31:48 Das ist eine Steigerung der Ausgaben pro Club von rund um 28 Prozent gegenüber derVorsaison. 0:31:48–0:31:58 Und ja, wenn ihr bei den Zahlen gut aufgepasst habt, dann wisst ihr, es gibt wieder eindurchschnittliches Saisondefizit pro Club, was da am Ende bei rauskommt, wenn man das mit 0:31:58–0:32:00 den Einnahmen verrechnet. 0:32:00–0:32:07 Und das liegt bei 2,2 Millionen Euro minus, die pro Club im Durchschnitt gemacht werden. 0:32:07–0:32:16 muss ja sagen, ich muss mal ganz kurz reingrätschen, dieses pro Club, pro Club, pro Clubund dass man da keine tatsächliche Aufstellung über die Vereine bekommt, macht es 0:32:16–0:32:25 ehrlicherweise fast ein bisschen witzlos mit diesem Saisonreport, weil du kannst haltjedes Jahr wieder sagen, das ist gewachsen und das ist gewachsen und hier ist irgendwie 0:32:25–0:32:30 mehr, aber also man hat ja überhaupt keine Orientierung. 0:32:31–0:32:40 wie irgendwie Erfolg und Investition korrelieren und wie Misserfolg und Investition und soweiter und so weiter es ist. 0:32:40–0:32:47 Ehrlicherweise, ne, jedes Jahr sitzen wir vor diesem Ding und das wird irgendwie immerabsurder, ehrlich gesagt. 0:32:47–0:32:53 Also man kann dann natürlich wieder sagen, geil, größere Zahlen als letztes Jahr, aber wassoll man
See all episodes