Abrechnung mit Stalins Personenkult: Chruschtschows Geheimrede

February 22
45 mins

Episode Description

Nikita Chruschtschow: Parteichef der KPdSU rechnet mit Stalins Personenkult ab Am 5. März 1953 starb der sowjetische Diktator Josef Stalin. Sein Nachfolger als Parteichef der KPdSU wurde Nikita Chruschtschow. Drei Jahre nach Stalins Tod findet wieder ein Parteitag statt. Dort rechnet Chruschtschow mit seinem Vorgänger radikal ab. Es ist der 25. Februar 1956. Chruschtschow wirft Stalin schwere Verbrechen vor, auch und insbesondere gegen Parteimitglieder. Er verurteilt den Personenkult, den Stalin betrieben habe und kündigt einen neuen Kurs an. Sender Freies Berlin strahlt Übersetzung der Geheimrede aus Die Rede gilt als Beginn der Entstalinisierung in der Sowjetunion. Allerdings ist es eine Geheimrede; in der Sowjetunion selbst wird darüber nicht berichtet, es gibt keine Aufzeichnungen. Aber es gab ein Manuskript, an das sich Chruschtschow sehr streng gehalten haben soll. Dieses Manuskript gelangt ins Ausland und noch im selben Frühjahr erscheinen Übersetzungen der Rede. Im Juni 1956 strahlt der Sender Freies Berlin Auszüge von Chruschtschows Rede in deutscher Übersetzung aus, verteilt auf drei Nachtsendungen, beginnend am 21. Juni. "Über den Personenkult und seine Folgen" Chruschtschows Geheimrede bekam später den Titel "Über den Personenkult und seine Folgen". Obwohl die Rede im Ausland längst bekannt ist, bestätigt die sowjetische Führung ihre Existenz erst 1989 und veröffentlicht sie auch.
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