Episode Description
Thilo Mischke trifft Alexander Riedle, SPD-Politiker aus Sachsen-Anhalt, der im ländlichen Raum Haustürwahlkampf macht. Dort erlebt er Frust, Gleichgültigkeit und Ablehnung – aber auch Menschen, die sagen: Gut, dass überhaupt mal jemand vorbeikommt.
Im Gespräch geht es um eine Partei, die aus Riedles Sicht zu akademisch geworden ist, den Kontakt zu Teilen ihrer traditionellen Wählerschaft verloren hat und gerade auf dem Land zu wenig präsent ist. Warum gelingt es der SPD nicht mehr, Themen wie Arbeit, soziale Sicherheit, Wohnen oder Familie so zu vermitteln, dass Menschen sich darin wiederfinden?
Dabei steht immer wieder die AfD im Raum: als Partei, die mit klaren Bildern, zugespitzten Botschaften und starken Gefühlen arbeitet. Muss die SPD deshalb selbst populistischer werden? Kann demokratische Politik einfacher und emotionaler kommunizieren, ohne unseriös zu werden?