Geschichte der Henker: Ehre und Unehrlichkeit in der Frühen Neuzeit

January 1
1h 21m

Episode Description

Warum hat der Henker in unserer Vorstellung eine schwarze Kapuze auf? Warum wurden manche Berufe in der Frühen Neuzeit als „unehrlich“ gebrandmarkt – und was bedeutete das konkret für Betroffene?

In dieser Folge sprechen wir mit Prof. Dr. Jutta Nowosadko über das Leben und Wirken von Scharfrichtern in der frühen Neuzeit in Deutschland, über das berühmte „Tagebuch“ des Franz Schmidt, den rechtlichen Begriff der Unehrlichkeit – und darüber, wie die Romantik unser Bild vom Henker bis heute geprägt hat. Eine Folge über Recht, Gewalt, Stigma und das Spektakel der Gerechtigkeit.

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Kapitel:

00:00 – Kann ein Henker ruhig schlafen?

02:00 – Einführung: Henker, Unehre und frühe Neuzeit

05:30 – Was ist „Ehre“? Gesellschaftsbild der Frühen Neuzeit

12:00 – Der unehrliche Beruf: Ausschluss, Alltag, Ambivalenz

18:00 – Vom Akkusationsprozess zur Inquisition: Wandel des Rechts

25:00 – Die Carolina: Staatliches Gewaltmonopol & Strafordnung

30:00 – Franz Schmidt: Malefiz-Chronik & Nürnbergs Henker

37:00 – Öffentliche Hinrichtungen als Spektakel

42:00 – Der Henker als literarische Figur (Romantik vs. Realität)

49:00 – Henker als Heiler: Medizin, Anatomie, „Sünderfett“

56:00 – Das Ende der Scharfrichterdynastien im 19. Jahrhundert

01:03:00 – Die schwarze Kapuze – eine romantische Erfindung?

01:08:00 – Vom Schreckbild zum Antihelden: Henker in der Popkultur

01:15:00 – Fazit: Was wir vom Henkerbild über Recht & Ordnung lernen

01:18:00 – Outro & Dank an Prof. Dr. Jutta Nowosadko

Quellen & Literatur:

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